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Grußwort zur 45. Jahrestagung der DGNR (7.-9. Oktober 2010)
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Neuroradiologie!

NeuroRad geht in die zweite Runde. Was als Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie lange Jahre hindurch eine eher familiäre Veranstaltung war, hat 2009 einen Siebenmeilenschritt zur größten neuroradiologischen Fachtagung Europas gemacht. Diese enorme Resonanz ist aber keineswegs überraschend: neuroradiologische Krankheitsbilder kommen eben nicht nur an Universitätskliniken und in Spezialabteilungen vor, sondern gerade im klinischen Alltag. Das Echo der Kongressbesucher auf NeuroRad 2009 hat gezeigt, dass wir mit der Themenauswahl ins Schwarze getroffen haben. Dies werden wir 2010 fortsetzen.

Für das Fortbildungsprogramm haben wir daher ganz bewusst aktuelle Themen gewählt, die von praktischem Interesse sind, bei denen aber auch Profis ins Grübeln kommen können. So ist Schwindel eines der neurologischen Symptome, mit denen wir Neuroradiologen am häufigsten konfrontiert werden. Aufklärungsbedarf gibt es hierzu allerdings nicht nur auf neuroradiologischer, sondern auch auf klinischer Seite. Die biologischen Eigenheiten von Hirntumoren und deren multimodale Therapie sind immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Die jüngsten Fortschritte in der Behandlung sollen erörtert werden. Erkrankungen der Schädelbasis sind alles andere als exotisch. Dennoch fühlt sich vielleicht der Eine oder Andere von der komplexen Anatomie abgeschreckt. Dabei ist aber gerade die Schädelbasis ein idealer Kandidat für die Bildgebung und ein dankbares Objekt für manche Interventionen. Neurodegenerative Erkrankungen spielen aufgrund der demografischen Entwicklung eine zunehmende Rolle und hier gilt ganz besonders: man erkennt nur, was man kennt. Ein alltägliches Thema ist für uns Neuroradiologen und Radiologen die sichere Anwendung von Kontrastmitteln. Zu diesem Thema wollen wir unsere Kenntnisse aktualisieren.

Einen Höhepunkt der Tagung werden der Vortrag und die Ehrung einer herausragenden Persönlichkeit der radiologischen Forschung und Entwicklung darstellen. Mehr soll dazu aber noch nicht verraten werden. Ein Novum ist 2010 die Rubrik Fit für Neuroradiologie (FFN). Hier können die Teilnehmer mittels TED-Abstimmung aktiv mitmachen, wenn ihnen Referenten zu ausgewählten Themen auf den Zahn fühlen. Im Wissenschaftsprogramm werden neueste Ergebnisse aus Klinik und Labor präsentiert und unter Spezialisten diskutiert. Die besten Beiträge werden im Hauptprogramm vorgestellt - wo ihnen eine große Aufmerksamkeit sicher ist.

Zu einem wichtigen Standbein hat sich die MTRA-Fortbildung entwickelt, die schon 2009 außerordentlich gut frequentiert war - nicht nur von MTRAs. In vielen Abteilungen sind die Fortbildungsreferate zur Chefsache erklärt worden. Das belegt die große Bedeutung, die einer engen Zusammenarbeit mit qualifizierten MTRAs beigemessen wird.

Flankiert wird der eigentliche Kongress wieder durch die Online-Plattform neurorad.de. Hier können Sie sich stets über den aktuellsten Stand informieren. Hier werden auch Fortbildungsartikel eingestellt, mit denen Sie im wahrsten Sinne des Wortes „punkten“ können und die Ihnen die Vorbereitung auf die Fortbildungsvorträge erleichtern. Wir präsentieren Ihnen im Kölner Gürzenich neben interessanten Hauptthemen auch abwechslungsreiche Beiträge zu „Randgebieten“ und Kuriosa, die abseits der eingetretenen Pfade liegen.

Lassen Sie sich von der Aufbruchstimmung in der deutschen Neuroradiologie anstecken. Wir heißen Sie vom 7.-9. Oktober 2010 in Köln als Kongressteilnehmer, als Leser, als Referent oder als Repräsentant unserer Industriepartner herzlich willkommen.

Ihr
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Erich Hofmann

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